Gewerkschaft
Unter einer Gewerkschaft ist ein Interessenverband von Arbeitnehmern zu verstehen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen. Diese Interessen können wirtschaftlicher, sozialer oder politischer Art sein.
Definition
Seine Wurzeln hat dieser Begriff aus der europäischen Arbeiterbewegung. Damals protestierten die Arbeitnehmer gegen die schlechten Löhne und wünschten bessere Arbeitsbedingungen und mehr Mitbestimmungsrechte. Ziele einer Gewerkschaft sind also das Streben nach Verbesserungen in bestimmten Bereichen zum Beispiel der Arbeit, Bildung oder im sozialen Bereich. Eine Gewerkschaft ist also eine Vertragspartei, an der die Menschen freiwillig teilnehmen können. Die Ziele einer Gewerkschaft können unterschiedlicher Art sein. Eine Gewerkschaft kann sich zum Beispiel dafür einsetzen, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben und neue entstehen.
Allgemeines
Gewerkschaften sind immer unabhängig von politischen Organen wie Parteien, Kirchen, Arbeitgebern oder dem Staat. Der Beitritt in eine Gewerkschaft ist für den Arbeitnehmer immer freiwillig. Gewerkschaften verfolgen ihre Ziele nicht mit Gewalt, sondern durch Ideen und Diplomatie. Gewerkschaften sind streikfähig und überzeugend und gleichzeitig auch glaubwürdig und haben den Zweck, den Verhandlungspartner umzustimmen und zu einer anderen Meinung zu bewegen. Gewerkschaften werden vom Grundgesetz geschützt. Sie dürfen ohne den Staat um Erlaubnis zu fragen Tarifverhandlungen abschließen. Bereits im 19. Jahrhundert machten sich Gewerkschaften bei der Industriellen Revolution bemerkbar. Schon damals unterstützten Gewerkschaften die Arbeitnehmer bei der Aushandlung der Arbeitsbedingungen.
Streik
Gewerkschaften bedienen sich dem Streik als Mittel gegen den Arbeitgeber anzukommen. Vor und während des Zweiten Weltkrieges waren die Gewerkschaften bestrebt, sich mit der neuen Führung zu arrangieren und ihr Überleben zu sichern. Jedoch stellten sich die Nationalisten als mächtiger heraus und zerstörten dieses Vorhaben. Erst am Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Gewerkschaften wieder neu aufgebaut. Deutsche Gewerkschaften sind heute Vereine mit Millionen von Mitgliedern. Ihre Aufgabe besteht in erster Linie in der Interessenvertretung der Arbeitnehmer in Bezug auf Tarifverhandlungen. Viele Mitglieder verließen jedoch in den letzten Jahren ihre Gewerkschaft. Ein Ziel von Gewerkschaften ist es, gegen die Arbeitslosigkeit in Deutschland anzukämpfen.
Aktionen
Bisher ist jedoch nicht ersichtlich, ob die Vorhaben der Gewerkschaften in Zukunft Früchte tragen werden oder ob die Aktionen der Gewerkschaften nur noch mehr Probleme verursachen. Viele Gewerkschaften agieren als eingetragene Vereine mit der Kürzung e. V. und sind somit juristische Personen des Privatrechts. Gewerkschaften sind etwas Ähnliches wie die deutschen politischen Parteien, auch wenn sie keine Bezeichnung tragen. Finanzieren tun sich Gewerkschaften durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Sämtliche Erstattungen der Gewerkschaftsmitglieder werden in die Hans-Böckler- Stiftung abgeführt. Gewerkschaften sind mit ihren Aktionen bestrebt, die Binnenkonjunktur anzuregen, dies wird jedoch von den Wirtschaftsexperten stark kritisiert.
Arbeitslosigkeit
Seit dem Jahre 1990 haben viele Gewerkschaften an Mitgliedern verloren. Die Gründe, warum so viele Mitglieder die Gewerkschaften verlassen, sind zum einen die steigende Unzufriedenheit der Menschen mit der Politik der Gewerkschaftsführung und zum anderen gesellschaftliche Tendenzen zur Individualisierung. Außerdem sind hohe Arbeitslosigkeit, mangelnde Erfolge der Gewerkschaften im Kampf um Löhne und gegen Arbeitslosigkeit sowie die Auflösung von Großbetrieben und Verlust übergreifender gemeinsamer Arbeitserfahrung und Interessen weitere Gründe, weshalb immer weniger Menschen der Teil einer Gewerkschaft sein wollen. Gewerkschaften sind sozusagen Protestverbände und versuchen durch Streiks und Argumente die Politik in vielen Bereichen zu verändern.
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